Bei einem Einzelkampf (engl. singles match) treten zwei Wrestler gegeneinander an. Der Kampf kann durch Pin, Aufgabe, Disqualifikation oder Count-out entschieden werden. Es handelt sich hierbei um die traditionelle Form des Wrestlingkampfes, wobei in der Anfangszeit des Sports meistens die 2 out of 3 Falls-Regel angewandt wurde, welche besagt, dass der erste Kontrahent, der zwei Siege durch Pin, Aufgabe etc. erringt zum Sieger des Kampfes erklärt wird. Dies ist heute eine eher seltene und meistens als spezielle Besonderheit angepriesene Erweiterung.
Hardcore-Match [Bearbeiten]
Die verschiedenen Ansetzungen des Hardcore-Wrestlings zeichnen sich durch den Verzicht auf Count-outs und Disqualifikationsregeln aus. Es gibt keine örtliche Beschränkung des Matches, sodass sich der Kampf sogar nach außerhalb der Halle verlagern kann. Der Einsatz von Waffen ist für diese Kampfart praktisch obligatorisch. In der originalen ECW gab es sogar die Regelung, dass die Fans die Waffen bisweilen selbst mitbringen durften. Die Bezeichnung "Hardcore-Match" wird in der WWE am häufigsten benutzt; zudem existieren zahlreiche Synonyme wie Street-Fight, Extreme-Rules-Match, No-Holds-Barred-Match oder ECW-Rules-Match, bei diesen darf man aber nur im Ring pinnen oder aufgeben.
Noch extremer ist das sogenannte "Death-Match", bei dem noch obskurere Waffen, Steigerungs- und Verletzungsmöglichkeiten auftreten. Diese Art Kämpfe werden heute hauptsächlich nur noch in kleineren unabhängigen, zumeist japanischen Ligen ausgetragen, da sich die großen solche Verletzungsrisiken, wie sie Beispielsweise vom brennenden Stacheldraht entstehen können, nicht leisten können und wollen.
Häufig auch als No-Ropes-Barbed-Wire-Match bezeichnet. Die Ringseile werden mit Stacheldraht umwickelt oder häufiger auch durch Stacheldraht ersetzt, ansonsten entspricht es einem Hardcore-Match. In Japan laufen diese Matches teilweise etwas härter ab: Dort wird vielfach der Stacheldraht, der nun die Ringseile ersetzt, unter Strom gesetzt oder mit Sprengkapseln ausgestattet. Bei Barbed-Wire-Matches liegen häufig zusätzlich mit Stacheldraht bedeckte Holzbretter (barbed wire boards) oder mit Stacheldraht umwickelte Stühle (barbed wire chairs) neben dem Ring. Gerade in größeren Ligen ist der Stacheldraht häufig präpariert oder sogar nur aus Hartgummi, um Verletzungen zu verhindern.
First-Blood-Match [Bearbeiten]
Ziel dieser Sonderform des Hardcore-Matches ist es, dem Gegner eine Platz- oder Schnittwunde zuzufügen. Derjenige, der zuerst sichtbar blutet, hat das Match verloren. Allerdings können diese Kämpfe auch anders ausgehen als geplant, indem der als Sieger gebookte Wrestler ungeplant zuerst blutet. In diesem Fall bladet (blutet absichtlich durch einen vorher zugefügten und verklebten Schnitt) entweder der gebookte Verlierer, so dass er stärker blutet, oder das Match wird mit dem anderen als Sieger beendet.
Multi-Way-Match (Triple Threat und Fatal Four Way) [Bearbeiten]
An Kämpfen dieser Art nehmen normalerweise drei bis sechs Wrestler teil, wobei es keine vorgesehenen Allianzen gibt und somit jeder gegen jeden antritt. Am bekanntesten sind die Varianten Triple-Threat-Match (mit drei Teilnehmern) und Fatal-Four-Way-Match (mit vier Teilnehmern). Wenn mehr als 4 Wrestler teilnehmen, werden diese Matches auch als One-Fall-to-a-Finish- Match bezeichnet.
Optional tritt in solchen Veranstaltungen eine Eliminierungsregel in Kraft, sodass nicht der Wrestler den Kampf gewinnt, der als erster einen Pinfall erzielt, sondern derjenige, der als letztes übrig bleibt, nachdem die besiegten Teilnehmer nacheinander aus dem Kampf ausscheiden. Für solche Elimination-Matches gibt es Bezeichnungen wie Three-Way-Dance und Four-Way-Dance, wobei diese je nach Liga auch schlicht als Synonym für die obigen Bezeichnungen verwendet werden können und nicht zwingend etwas über eine eventuelle Eliminierungsregel aussagen.
Ein Match mit einer unbeschränkten Zahl an Kontrahenten, das üblicherweise mit einer Eliminierungsregel versehen ist, sodass jeder Wrestler, der aufgibt oder gepinnt wird aus dem Kampf ausscheidet, und das Match mit den verbleibenden Kämpfern fortgeführt wird. Der Übergang von einem Multi-Way-Match zu einer Battle Royal ist fließend, da die Bezeichnungen willkürlich festgelegt werden. Üblicherweise spricht man ab einer Teilnehmerzahl von sechs von einer Battle Royal, sofern keine spezielle Gimmick-Bezeichnung verwendet wird. Eine besonders große Battle Royal fand viermalig in der WCW statt; dort traten 60 Wrestler auf drei Ringe verteilt gegeneinander an und konnten zusätzlich zu den üblichen Regeln auch durch einen Wurf aus dem Ring eliminiert werden.
Handicap-Match [Bearbeiten]
So wird eine Kampfart bezeichnet, in der eine Seite eine numerische Überlegenheit gegenüber dem Gegner/den Gegnern hat. Am verbreitetsten ist es in der Variante 2 gegen 1, wobei alle erdenklichen Konstellationen möglich sind. Die WWE veranstaltete 2006 beispielsweise mehrere 5-gegen-1-Kämpfe. Häufig steht in Handicap-Matches ein großer, kräftiger Wrestler mehreren Jobbern gegenüber, um seine Überlegenheit zu demonstrieren – dies war eine Spezialität von Andre the Giant.
Elimination Chamber [Bearbeiten]
Bei dieser nur in der WWE vorkommenden Kampfart ist eine einzigartige zylinderförmige Käfigkonstruktion um den Ring gebaut. Zusätzlich wird der innerhalb des Käfigs liegende Boden aufgestuft, damit er mit dem Ring auf gleicher Höhe ist. Es nehmen insgesamt sechs Wrestler teil, wobei zwei davon das Match im Ring beginnen und die vier übrigen in kleinen Plexiglas-Kammern hinter den Ringpfosten postiert sind und nacheinander im Abstand von jeweils fünf Minuten zum Kampf hinzustoßen. Wer gepinnt wird oder aufgibt, scheidet aus dem Match aus. Manchmal wird in Vorausscheidungskämpfen bereits ermittelt, wer das Match beginnt und wer zuletzt teilnimmt.
Diese Matchart wurde für die Hintergrundgeschichte von Eric Bischoff erfunden, der damit diverse Elemente des Royal Rumble Match, des traditionellen Survivor-Series-Match, sowie der aus der WCW bekannten War Games kombinieren wollte. Die WWE etablierte die Elimination Chamber zunächst als festen Bestandteil der jährlichen Großveranstaltung New Years Revolution. Die ECW wandelt bei December To Dismember die Elimination Chamber in ein Match mit Extremen Regeln um. In den vier Kammern befand sich neben dem Wrestler auch jewals eine Waffe (Kammer 1 Stacheldrahtbaseballschläger, Kammer 2 Stahlstuhl, Kammer 3 Brecheisen, Kammer 4 Tisch) Jeder Wrestler der nach 5 Minuten den Ring betrat brachte eine dieser Waffen mit.
Hell in a Cell [Bearbeiten]
Diese Kampfart wurde 1997 erstmals von der WWE eingesetzt, wurde jedoch nicht von dieser Liga erfunden. The Undertaker gilt aber in der WWE also der "Erfinder" dieser Matchart, da er als erster daran teilnahm und auch davor eine Herausforderung in dieser Konstruktion forderte. Der Ring wird von einem Maschendrahtkäfig umschlossen, doch im Gegensatz zum Cage-Match hat sein Grundriss einen größeren Umfang, sodass neben dem Ring auf jeder Seite noch ungefähr ein Meter Platz ist. Zudem ist das Konstrukt oben geschlossen, folglich ist eine Flucht aus dem Käfig theoretisch nicht vorgesehen. Der Kampf wird durch Pin oder Aufgabe entschieden. Da im Hell in a Cell stets Waffen (sowie der Maschendraht des Käfigs selbst) eingesetzt werden und sich die Kämpfe häufig auf das Dach der Konstruktion verlagern, gilt dieser Kampf als einer der härtesten in der WWE. Das wohl berühmteste Match dieser Art bestritten 1998 der Undertaker und Mick Foley. Während des Kampfes ließ sich Mick Foley durch seinen Kontrahenten vom Käfigdach auf einen 6 Meter tiefer befindenen Tisch werfen und nahm einen Chokeslam durch die Maschendraht-Konstruktion hin. Im Verlauf des Kampfes verlor Mick Foley zweimal das Bewusstsein und schlug sich mehrere Zähne aus. Die WCW veranstaltete mit dem Caged-Heat-Match einen identischen Vorläufer des Hell in a Cell, während es in der NWA zuvor den Thundercage gab, der allerdings an der oberen Seite nicht geschlossen war. Das bisher Letzte Hell-in-a-Cell-Match in der WWE war am 18. November 2007, bei den Survivor Series 2007 zwischen dem Undertaker und Batista.
Punjabi-Prison-Match [Bearbeiten]
Diese Sonderform des Käfigkampfes wurde in der WWE als Spezialität in der Hintergrundgeschichte des Inders The Great Khali eingeführt. Der Ring ist von zwei großen Bambuskonstrukten, die 16 und 20 Fuß (5,3m bzw. 6,6m) hoch sind, umgeben. Der innere Käfig hat vier Türen, die jeweils nur 60 Sekunden bei Aufforderung geöffnet werden. Anschließend bleiben sie den Rest des Kampfes geschlossen. Die Spitzen des zweiten Käfigs sind mit spitzen Bambusstangen gespickt. Der Sieger des Kampfes ist derjenige, der es schafft, aus beiden Käfigen zu entkommen. Den ersten Kampf dieser Art gewann The Undertaker gegen The Big Show. Bei No Mercy 2007 gewann Batista das bislang letzte Punjabi-Prison-Match gegen The Great Khali.
Cage-Match [Bearbeiten]
Bei einem Cage-Match (engl. Käfigkampf) wird direkt um die Ringpfosten ein Käfig aus Maschendraht oder Eisenstangen aufgebaut. Der Käfig ist oben offen und es gewinnt der Wrestler, der es als erster schafft, ihn zu verlassen. Häufig gibt es zu diesem Zweck auch eine Tür auf einer Seite des Käfigs, die auf Anweisung eines Kontrahenten von bereitstehenden Ringrichtern geöffnet wird. Eher üblich ist die Möglichkeit, einen solchen Kampf auch durch Pin oder Aufgabe entscheiden zu können. Es gibt auch Variationen, z. B. ein Barbed Wire Steel Cage o.ä.. In der TNA gibt es das Cage-Match unter dem Namen "Six Sides of Steel" – passend zu dem 6-eckigen Ring.
Tables-, Ladders- and Chairs-Match (TLC-Match) [Bearbeiten]
Wie der Name bereits impliziert, dreht sich ein TLC-Match um Tische, Leitern und Stühle was die Attribute der früheren WWE-Tag-Teams Dudley Boyz (Tische), Hardy Boyz (Leiter) und Edge und Christian (Stühle)waren bzw. sind. Etliche dieser Gegenstände sind am Ring platziert und werden als Waffen eingesetzt. Das Ziel des Matches ist variabel, so kann es als Ladder-Match mit einer über dem Ring hängenden Trophäe oder als normales Match mit einer Entscheidung durch Pin oder Aufgabe ausgetragen werden, wobei erstgenannte Variante häufiger ist. Auch die Teilnehmerzahl ist nicht festgelegt - die ersten TLC-Matches in der WWE involvierten drei bis vier Tag-Teams, doch auch Einzelmatches kamen inzwischen vor. Das TLC-Match ist eine zumindest in der WWE sehr selten vorkommende Kampfform, so fand im September 2006 erst das sechste seiner Art statt. Edge war an allen, bis auf einem davon beteiligt und ist somit alleiniger Rekordhalter in dieser Liga.
TNA übernahm 2005 das Prinzip des Matches und veranstaltete erstmals das sogenannte Full Metal Mayhem. Dabei handelt es sich eigentlich um ein Ladder-Match ohne Disqualifikation, das aber als TLC-Match anerkannt wird, da bereits vor dem Match die namensgebenden Gegenstände bereitgestellt werden. Auch die ECW veranstaltete Matches dieser Art, fügte teilweise allerdings noch Singapore Canes zu den vorgesehenen Waffen hinzu.
Ambulance-Match [Bearbeiten]
Hierbei besteht das Ziel darin, den Gegner ins Innere eines am Halleneingang stehenden Krankenwagens zu verfrachten und beide Ladetüren zuzuschließen. Diese Kampfart wurde in der WWE erstmals bei der Survivor Series 2003 zwischen Kane und Shane McMahon ausgetragen.
Das Ziel beim Sargkampf ist es, seinen Gegner in einen bereit gestellten Sarg zu befördern und diesen entweder selbst zu schließen oder bereitstehende Ringrichter zum Schließen des Sargs aufzufordern. Der Sargkampf ist eine Spezialität des Undertaker, dessen Gimmick bestens zu dieser morbiden Kampfart passt. Diese Kampfform sollte nicht mit dem Coffin-Match (engl. ebenfalls Sargmatch) verwechselt werden; dieses wird nämlich durch Pin oder Aufgabe entschieden, wobei der Verlierer nach dem Kampf in einen Sarg gesteckt wird.
Bei dieser Kampfart sind die beiden Wrestler mit einem Seil an den Handgelenken gefesselt, so das keiner der beiden fliehen kann. Dieses Seil, an dem zumeist noch eine Kuhglocke hängt, kann in dem Kampf nach Belieben eingesetzt werden. Neben den üblichen Regeln kann das Ziel des Kampfes auch darin bestehen, alle vier Ringpfosten zu berühren, ohne vom Gegner daran gehindert zu werden. Es existieren zahlreiche Synonyme, die sich häufig nach dem verwendeten Fesselwerkzeug richten, z. B. Dog-Collar-Match, Indian-Strap-Match oder Caribbean-Strap-Match.
Bei dieser Kampfart wird im Voraus eine bestimmte Zeitspanne festgelegt, in der der entsprechende Kampf ausgetragen wird (in der WWE meist 30 oder 60 Minuten). Sieger ist, wer nach Ablauf dieser Zeitspanne die meisten Falls erringen konnte (gewertet werden Pinfalls, Aufgaben, Count-outs und Disqualifikationen). Bei einem Unentschieden nach Ablauf der Zeit wird oft eine Verlängerung nach Sudden Death-Regeln angesetzt; es entscheidet dann also wie in einem normalen Kampf der erste Fall. Ein Iron-Man-Match stellt hohe Anforderungen an die Kontrahenten, da sie in dieser Kampfart die Zuschauer über einen ungewöhnlich langen Zeitraum unterhalten müssen, ohne sich im Ring merkliche Ruhepausen zu gönnen.
Eine spezielle Variante ist das Ultimate-Submission-Match, bei dem nur durch Aufgabe Punkte erzielt werden können.
Die beiden Kontrahenten befinden sich im Ring. Der Ring ist rund um sie angezündet. Der Kampf kann nur gewonnen werden, indem man seinen Gegner in Brand setzt. Bisher gab es aber nur 4 Kämpfe dieser Art in der WWE: am 26. April 1998 bei "In Your House: Unforgiven" konnte The Undertaker Kane besiegen. Ein zweites Inferno-Match zwischen The Undertaker und Kane fand am 22. Februar 1999 bei RAW statt, welches Kane verlor. Sowie Triple H vs Kane bei SmackDown! im Jahre 1999. Am 17. Dezember 2006 besiegte Kane MVP bei der Großveranstaltung WWE Armageddon 2006. Kane ist der einzige Superstar der in allen 4 Infernokämpfen antrat, von denen er 3 verlor.
Last-Man-Standing-Match [Bearbeiten]
Bei dieser Kampfart geht es darum, den Gegner soweit zu schwächen, bis er am Boden liegt und im Stile des Boxens vom Ringrichter bis 10 ausgezählt wird. Auf Disqualifikation wird verzichtet; üblicherweise werden Kämpfe dieser Art sehr brutal, um den knock-out glaubwürdig erscheinen zu lassen. Um den Hardcore-Anteil eines Last-Man-Standing-Matchs besonders zu betonen, bezeichnet man es mitunter auch als Texas-Death-Match. Eine recht verbreitete Variation besteht darin, dass der Gegner zuerst gepinnt werden muss, bevor der Ringrichter ihn anzählt.